Italienischer Schaumwein, Champagner und Co.
Ob Sie edlen Champagner, trockenen Schaumwein aus Italien oder ausgezeichneten Sekt suchen: Bei uns sind Sie genau richtig.
Woher kommt Schaumwein?
In Europa gibt es mehrere bekannte Schaumweinregionen. Die wohl berühmteste ist die französische Champagne, wo Champagner hergestellt wird. Dieser edle Schaumwein besteht hauptsächlich aus drei Rebsorten: Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier.
Champagner wird durch die Méthode Traditionnelle hergestellt. Die handgelesenen Trauben werden gepresst und vergoren. Dieser Grundwein wird dann mit dem Liqueur de Tirage (Wein, Zucker und Hefe) vermischt und in Flaschen abgefüllt. So kommt es zur zweiten Gärung, die für die Bläschen verantwortlich ist.
Die zweite große Schaumweinregion Frankreichs ist die Loire, Heimat des Crémant. Dieser frische und fruchtige Schaumwein besteht aus Cabernet Franc, Chardonnay und Chenin Blanc.
Auch italienischer Schaumwein hat eine lange Tradition. Die zwei bekanntesten Regionen sind die Lombardei mit dem Franciacorta und Venetien mit dem Prosecco.
Franciacorta wird wie Champagner durch Flaschengärung hergestellt. Aufgrund des wärmeren Klimas ist Franciacorta jedoch runder und fruchtiger. Prosecco wird in der Regel durch Tankgärung hergestellt und ist demnach frisch und leichtfüßig.
Die spanische Region Cava wird ebenfalls für ihren Schaumwein geschätzt. Der durch Flaschengärung erhaltene Cava ist frisch und perfekt balanciert. Für seine Herstellung verwendet man drei weiße Rebsorten Kataloniens: Xarel-lo, Parellada und Macabeo. Wer spanischen Schaumwein kaufen möchte, weiß jetzt, wo's langgeht.
In Deutschland hat sich die Sektherstellung etabliert. Die bekannteste Weinregion ist dabei die Pfalz. Massenproduzenten setzen auf die Méthode Charmat, während unabhängige Winzer die Flaschengärung bevorzugen.
Es gibt viele Regionen, in denen man ausgezeichnete Schaumweine herstellt, jede mit ihrer Besonderheit. Ein italienischer Schaumwein aus Franciacorta hat mit dem Cava die Herstellungsmethode gemeinsam, nicht aber das Bouquet. Genauso wie Champagner und Sekt aus derselben Rebsorte bestehen und verschiedene Aromen entfalten können. Wenn Sie Schaumwein kaufen wollen, haben Sie eine breite Auswahl.
Worin unterscheiden sich Perlwein und Schaumwein?
Der Hauptunterschied zwischen Perlwein und Schaumwein liegt in der Herstellung.
Bei Perlwein wird die Kohlensäure häufig hinzugegeben. Somit ist der Druck in der Flasche niedriger und die Bläschen sind gröber. Es gibt jedoch auch die Méthode Rurale. Dabei füllt man den noch nicht durchgegorenen Wein in Flaschen ab. Die Gärung läuft also in den Flaschen weiter und es entsteht die Perlage. Hierbei gilt: Je mehr Zucker vor der Abfüllung vorhanden ist, desto mehr wird es sprudeln.
Auch für die Herstellung von Schaumwein gibt es verschiedene Methoden. Die bekannteste ist die Méthode Traditionnelle. Dabei wird dem durchgegorenen Grundwein eine Mischung aus Zucker und Hefe zugesetzt. Diese leitet die zweite Gärung ein, die in der Flasche stattfindet und Kohlensäure produziert. Eine weitere Methode ist die Méthode Charmat. Die zweite Gärung findet dabei nicht in Flaschen, sondern in Drucktanks statt.
Perlage, Dosage, Remuage - Ein Überblick über die Fachbegriffe
Die Welt der Schaumweine ist voller Fachbegriffe, die für Verwirrung sorgen können. Hier schaffen wir Klarheit:
Agraffe: Eine Agraffe ist der Draht, der den Korken umwickelt.
Blanc de Blancs: Ein Blanc de Blancs ist ein Schaumwein, der aus weißen Trauben besteht.
Cuvée: Eine Cuvée ist ein Schaumwein, der sich aus verschiedenen Grundweinen zusammensetzt.
Degorgieren: Das Degorgieren ist der Prozess, durch den man die Hefe aus der Flasche entfernt.
Dosage: Die Dosage ist der letzte Schritt vor der Verkorkung. Dabei wird dem Schaumwein ein Gemisch aus Zucker und Wein hinzugegossen. Die Dosage wird in Gramm Zucker pro Liter ausgedrückt. Ein Schaumwein, der nicht mehr als 3 g/l enthält, wird Extra Brut genannt und schmeckt sehr trocken. Am anderen Ende der Skala befindet sich der Doux mit seinen mehr als 50 g/l.
Perlage: Perlage ist der französische Begriff für die Beschaffenheit der Bläschen im Schaumwein.
Remuage: Bei der Remuage werden die umgedrehten Schaumweinflaschen behutsam gerüttelt. Das Rütteln sorgt dafür, dass die abgestorbene Hefe in den Flaschenhals gelangt, um dann beim Degorgieren entfernt werden zu können.
Kulinarische Empfehlungen zu Schaumwein
Schaumwein ist ein wunderbarer Essensbegleiter. Wenn er leicht und trocken ist, wie ein italienischer Schaumwein aus Venetien, kann man ihn gut mit Vorspeisen oder Fisch- und Gemüsegerichten kombinieren. Ein kräftiger Brut Schaumwein, der lange gereift ist, beispielsweise ein Blanc de Noirs, harmoniert hingegen mit Gerichten wie Schmorfleisch oder sogar Wild.
Schaumwein richtig öffnen
Eine Flasche Schaumwein zu öffnen, ohne dass der Inhalt in die Runde spritzt, ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn Sie jedoch folgende Schritte beachten, werden Sie keinen Tropfen vergeuden:
Lösen Sie die Agraffe.
Halten Sie den Korken mit einer Hand, während Sie mit der anderen den Boden der Flasche drehen.
Halten Sie den Korken weiterhin fest, während er langsam aus der Flasche gleitet.
Wie lange kann Schaumwein reifen?
Durch Flaschengärung hergestellte Schaumweine können locker 3-4 Jahre reifen. Es gibt jedoch Sorten, die Jahrzehnte im Keller verbringen können. Diese lange Lagerung auf der Hefe verleiht ihnen Aromen von getoastetem Brot oder Brioche. Gleichzeitig baut sich die Kohlensäure ab und der Wein wird dadurch weicher.